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Clearing

Payment Lexikon

Clearing im Finanzwesen


Der Begriff Clearing ist abgeleitet vom englischen “to clear“ und bedeutet soviel wie ausgleichen oder aufräumen.

Im Allgemeinen ist Clearing im Finanzwesen zu finden und bezeichnet einen Salden- bzw. Zahlungsausgleich oder eine Verrechnung. Weiterhin ist es ein Verfahren zur Feststellung von Lieferverpflichtungen, Forderungen und Verbindlichkeiten. Es geht hierbei also um die Neutralisierung offener Handelsbuchpositionen durch entgegengesetzte Transaktionen (Verrechnung – auch in Devisen - oder Kreditierung von Salden, welche auch “Swing“ oder “netting“ genannt werden) bei gegenseitigen Forderungen.

Wer führt ein Clearing durch?

Die Europäische Zentralbank fasst unter Clearing die Ermittlung der gegenseitigen Forderungen usw. zusammen. Hingegen versteht die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) unter dem Begriff Clearing die Abstimmung und Übermittlung sowie die Bestätigung von Abschlüssen und sonstige für eine Abwicklung und Bereinigung nötigen Daten (wie zum Beispiel Ort, Zeit der Lieferung und Zahlweg).

Damit ein Clearing fehlerfrei und im Eigentumsübergang einwandfrei durchgeführt werden kann, übernehmen in der Regel diese Aufgabe Clearinghäuser. Im Euro-System wird dafür das Verrechnungssystem "TARGET2" angewandt.

International (nicht Europa) erfolgt das Clearing über entsprechende Clearing-Stellen unter Berücksichtigung der jeweiligen länderabhängigen Clearing-Abkommen.

Clearing wird natürlich auch von Unternehmen untereinander betrieben, um ihre gegenseitigen Verbindlichkeiten zu bereinigen.

An sich ist die Begrifflichkeit Clearing relativ diffus und oft ist eine Differenzierung zwischen dem tatsächlichen Clearing und dem Verfahren einer Abwicklung kaum bis nicht möglich.